3¹6 590. 591. Tag.
Die Prinzeſſinnen willigten mit Freuden ein; und auf der Stelle ſchrieb Badanaſer den Namen des Koͤ⸗ nigs der Geiſter und den ſeinigen auf einige Blaͤtter des ſchoͤnſten gemalten und vergoldeten Papiers, ſo nur in ſeinem Palaſte zu finden war. Er verbrannte ſie in einem Feuer von Aloé⸗ und Sandelholz, und alsbald erſchien der Geiſt.
Fuͤnfhundert und ein und neunzigſter Tag.
Die Prinzeſſinnen ſtellten ihm die Lage ihrer Her⸗ zen und die Quaal vor, worin die Grauſamkeit ſeines Befehls ſie verſetzte. Sahidé gab ihm ſogar auf eine feine Weiſe zu verſtehen, daß er bei dieſer Angelegen⸗ heit der uͤblen Laune freien Spielraum gegeben habe.
Er geſtand, daß er ſich ſelber mehr als einmal die Haͤrte ſeines Benehmens vorgeworfen habe:„aber, ſchoͤne Suluſch,“ fuͤgte er hinzu,„wenn ich nun die Bezauberung des Korbes aufloͤſe, bedenkſt du nicht, daß die ſeitdem verfloſſenen Jahre alle ihre Rechte an eurer Jugend und Anmuth werden geltend machen?“
„Ja, Herr, ich denke wohl daran, und unter⸗ werfe mich dem. So lange ich noch gefalle, werde ich das allgemeine Loos nicht gewahren: und wenn ich aufhoͤre zu gefallen, wird es mir dann nicht gleich⸗ guͤltig ſein?“


