Der Korb. 31⁷
Der Geiſterkoͤnig, ſelber gerührt durch dieſen Be⸗ weis der Liebe, machte ſich anheiſchig, zur Verguͤtung des von ihm geſtifteten Unheils, in jedem, der ſich ruͤhmen koͤnnte, die geringſte Gunſtbezeugung der Prin⸗ zeſſinn empfangen zu haben, das Andenken an dieſes Abenteuer zu vertilgen, ſie die Trauer ablegen zu laßen, kurz, gar keine andere Erinnerung an dieſe Ereigniſſe uͤbrig zu laßen, als die allgemeinen Vorſtellungen von Wonne und Luſt.
„Das iſt noch nicht alles,“ fuhr er fort:„der Korb ſoll nur noch einmal ſeinen Dienſt thun.“ Als er aber ſah, welche Furcht dieſer verhaͤngnisvolle Korb der Prinzeſſinn erregte, ſetzte er raſch hinzu:„Ich werde ihm naͤmlich Befehl geben, den Koͤnig Kemßerai herbei zu bringen. Biſt du es nicht zufrieden, ſchoͤne Sahidé? Und du, ſchoͤne Suluſch, willſt du mich daran verhindern? fragte er laͤchelnd.“
Die Freude der einen und das Stillſchweigen der andern zeigten ihm, daß dieſes Erbieten ihnen unend⸗ lich angenehm war.
Waͤhrend ſo die Hoffnung eben ſo die Herzen der Prinzeſſinnen, als das Herz des Koͤnigs Badanaſer be⸗ ſeelte, und der Geiſterkoͤnig das Vergnuͤgen genoß, die Beſeligung der Liebe zu ſehen, welche im Begriff ſteht, gluͤcklich zu werden, machte ſich der Korb auf die Fahrt, und befand ſich bald in dem Zimmer des Koöͤ⸗ nigs Kemßerai. In dieſem Fuͤrſten war kaum noch ein


