Teil eines Werkes 
9. Bd. (1828)
Entstehung
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3 ½ 590. Tag.

Ich habe Gaſellen gejagt, antwortete er mit Zuverſicht.

In welche Gegend hat die Jagd dich gefuͤhrt?

In den Palmenwald, antwortete er.Aber, beilaͤufig geſagt, du weißt wohl nicht, was ich dort an⸗ getroffen habe: koͤſtlichen Scherbet, mit Schnee um⸗ geben, in Gefaͤßen, welche die reizendſte Erſcheinung in dieſer Gegend bildeten. Du ſollſt ſelber die Koͤſtlich⸗ keit dieſes Getraͤnks ſchmecken, fuͤgte er hinzu,ich habe befohlen, etwas davon mit zu nehmen.

Du haſt alſo davon genoſſen? unterbrach ihn die Prinzeſſinn.

Ohne Zweifel, antwortete der Koͤnig.Meine Begleiter haben mir zwar vorgeſtellt, daß ich nicht von einem Getraͤnke genießen ſollte, deſſen Zubereitung man nicht geſehen haͤtte: aber es war heiß, der Scherbet ſchien ſo kuͤhl, und er wurde mir auf eine ſo einla⸗ dende Weiſe dar geboten, daß ich alle ihre Einwen⸗ dungen verlachte. Ich habe mich wohl dabei befun⸗ den; niemals hat man mir etwas ſo Koͤſtliches vorge⸗ ſetzt, noch etwas, das mir ſo viel Genuß gewaͤhrt haͤtte.

Dieſes Bekenntnis genuͤgt mir, mein Fuͤrſt, und du haſt dein mir gegebenes Wort geldſet.

Was willſt du damit ſagen? fragte der Köͤnig lebhaft, obwohl ein wenig betroffen: nds war heiß,