310 589. Tag.
meine Schweſter, fahre fort, dir einen Gemahl zu ſuchen; Sahidé entſpricht dem Geſetze nicht.“
Die beiden Prinzeſſinnen entfernten ſich; und Su⸗ luſch, die ungeachtet der Uebereinſtimmung des Namens, ſich doch nicht zu ſchmeicheln wagte, daß der, den ſie liebte, derſelbe waͤre, von welchem Sahidé geſprochen hatte, that deshalb ſo viele Fragen an ſie, und Sahidé erinnerte ſie an ſo viele einzelne Umſtaͤnde, daß Suluſch,
voll Entzuͤcken, von demjenigen geliebt zu werden, den
ſie anbetete, den Entſchluß faßte, ſich lieber allem auszuſetzen, als in den Garten des Geiſterkoͤnigs zuruͤck zu kehren.
Badanaſer ſaͤumte nicht lange, diejenige zu beſu⸗ chen, nach der er ſeufzte. Er wollte ihr ſeine Liebe erklaͤren; aber ſie, obſchon ſie ihn ſehr liebenswuͤrdig fand, behandelte ihn mit großer Strenge. Der Fuͤrſt beklagte ſich daruͤber, und Sahidé erwiederte ihm, wenn er ihr gefallen wollte, ſo wuͤrde ſie auf die Prin⸗ zeſſinn Suluſch die Anſpruͤche geltend machen, wozu die von dem Geiſterkoͤnige eingefuͤhrten und durch den Reichsrath gebilligten Geſetze ſie hinlaͤnglich berechtig⸗ ten. Badanaſer machte einige Schwierigkeiten, jedoch ſagte er ihr zuletzt:
„Ich willige in alles, was du verlangſt, ſo fern es von mir abhaͤngt, und ich habe fortan keinen an⸗
dern Willen, als den deinigen.“


