Teil eines Werkes 
9. Bd. (1828)
Entstehung
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3⁰⁸ 588. 589. Tag.

werbe; deinem Schwager darf deine Geſchichte nicht unbekannt bleiben: gib uns vor allen eine naͤhere Kunde von deinen Reichen und weitlaͤuftigen Staaten.

Sahidé, die an den ſpoͤttiſchen Ton, deſſen man ſich gegen ſie bediente, nicht gewoͤhnt war, warf ſich dem Koͤnige zu Fuͤßen, und ſprach:

Euer Majeſtaͤt verzeihe den Antrieben, welche mich hieher gefuͤhrt haben; ich bin zu aufrichtig, um laͤnger daruͤber zu taͤuſchen.

Fuͤnfhundert und neun und achtzigſter Tag.

Suluſch, die befuͤrchtete, daß ſie ein Geheimnis entdecken wuͤrde, auf welches ſie ihre Ruhe gruͤndete, wollte ſie unterbrechen; aber Sahidé wollte der Prin⸗ zeſſinn wenigſtens den traurigen Zuſtand zu erkennen geben, in welchen ihre Liebe ihren Bruder verſetzt hatte, und fuhr fort mit den Worten:

Herr, Kemßerai..

Bei dieſen Worten erroͤthete Suluſch; Sahidé that, als bemerkte ſie es nicht, und fuhr fort:

Mein Buuder iſt ein junger, ungluͤcklicher Koͤnig, der aus Liebe zu der Prinzeſſinn Suluſch ſtirbt; er hat den Lockungen nicht widerſtehen koͤnnen, welche in deinen Staaten den Fremdlingen bereitet ſind, und der Korb, der ihn wieder von hinnen fuͤhrte, hat ihn zum