Teil eines Werkes 
9. Bd. (1828)
Entstehung
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Der Korb. 3⁰7

ſuchen, der die Prinzeſſinn ſeine Schweſter heirathen ſollte.

Sein Befehl wurde vollzogen, und die Veſyre fanden die Prinzeſſinn noch feſt im Schlafe. Alle ſtellten ſich in tiefer Stille, mit allen Zeichen ihrer Wuͤrde, um ſie her, blieben ſo mit niedergeſchlagenen Augen ſtehen, und wagten nicht, denjenigen anzublicken, der ihres Koͤnigs Schwager werden ſollte.

Unterdeſſen erwachte Sahidé, und gerieth in das hoͤchſte Erſtaunen, als ſie ſich von einem ſo glaͤnzen⸗ den Hofſtaat in ehrfurchtsvollem Schweigen umgeben ſah, waͤhrend ſie ſchon erwartete, ſich in dem verhaͤng⸗ nisvollen Korbe zu befinden.

Wo bin ich? wiederholte ſie mehrmals.

Der Groß⸗Veſyr, der ſich vor ihr niedergeworfen hatte, antwortete auf ihre Frage nur durch Ehrfurchts⸗ bezeigungen und durch die Bitte, daß ſie geruhete, ihm zu folgen.

Sahidé gab ſeiner Aufforderung nach; nichts was ſie hier ſah, durfte ſie beunruhigen: ſie folgte alſo dieſem praͤchtigen Hofſtaate, und gelangte bald in den Palaſt des Koͤnigs, der ſie auf ſeinem Throne, ſeine Hehwefſe Suluſch zur Seite, empfing, und zu ihr prach:

Komm, Fremdling, deſſen Treue und Enthalt⸗ ſamkeit belohnt zu werden verdienen; nenne uns we⸗ nigſtens deinen Namen, dein Vaterland und dein Ge⸗