Teil eines Werkes 
9. Bd. (1828)
Entstehung
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die Prinzeſſinn dein iſt, wenn du ſie heirathen willſt, und wenn ich dir Gerechtigkeit will widerfahren la⸗ ßen: aber eher, als ich das Gluͤck meiner Nebenbuh⸗ lerinn zugebe, will ich meineidig werden.(Wozu iſt die uͤberſchwaͤngliche Liebe nicht faͤhig!) Ich will vor dem ganzen Hofe erklaͤren, daß du dieſe Nacht erle⸗ gen biſt; du wirſt ſo das Gluͤck einbuͤßen, dem du mich aufopfern willſt; und ich werde der Prinzeſſinn einen Dienſt leiſten, indem ſie mehr als den Tod fuͤrchtet, dich zu heirathen. Kurz, was es mich auch koſten mag, du ſollſt nicht uͤber mein Ungluͤck frohlocken; trotz deiner Kaͤlte, will ich mit Freuden verſichern, daß du mir haſt Gerechtigkeit widerfahren laßen, und du wirſt in dem Korbe heim kehren, um dich der Trauer und der Sehnſucht hinzugeben.

Fuͤnfhundert und acht und achtzigſter Tag.

Sahidé gerieth durch dieſe Drohungen in große Verlegenheit; es war nicht leicht fuͤr ſie, hier einen Entſchluß zu faßen. Was ſollte aus ihr werden, wenn ſie genoͤthigt wuͤrde, die Prinzeſſinn zu heirathen? Die geringe Hoffnung, ihrem Bruder nuͤtzlich zu werden, und die Furcht, nutzlos fuͤr ihn zu ſterben, ließ ſie demnach die Rache, welche Muna im Sinne hatte, als das einzige Mittel betrachten, welches ſie aus der