Teil eines Werkes 
9. Bd. (1828)
Entstehung
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288 585. Tag.

darbot. Die Prinzeſſinn hatte ihren Sklavinnen ein⸗ geſchaͤrft, dieſes Mittel nicht zu vernachlaͤßigen.

Als die Stunde der Trennung kam, bot die Prin⸗ zeſſinn, wie gewoͤhnlich, dem Gaſt wieder eine Skla⸗ vinn an; dieſer aber lehnte es ab, als eine Beleidigung. Die Prinzeſſinn ward daruͤber aufgebracht; ſie beſtand mit großer Heftigkeit auf das Geſetz, und Sahidé ſagte zu ihr:.

„Sultaninn nieines Herzens, weil du mich denn zwingſt, abermals eine deiner Sklavinnen zu waͤhlen, ſo will ich gehorchen, obſchon ſie mir voͤllig unnütz iſt, und ich werde keine andre nehmen, als die ſchoͤne Muna.“

Die Prinzeſſinn entfernte ſich hierauf; aber ſie rief noch Muna zu ſich, und ſagte zu ihr, ohne daß es jemand hoͤrte:.—

„Wenn du mich liebſt, meine liebe Muna, ſo biete alles auf, dieſem Fremdling zu gefallen; niemals haben wir einen uͤberlaͤſtigeren hier geſehen; du allein kannſt mein trauriges Leben retten, es ſteht in deiner Hand.“.

Muna bedurfte zu dem Beſtreben, dem jungen Fremdlinge zu gefallen, nicht noch des Antriebes, daß ſie ihre Gebieterinn dadurch verpflichtete. Sie ver⸗ ſprach der Prinzeſſinn von ganzem Herzen, nichts zur Ausfuͤhrung ihres Auftrags zu verſaͤumen.