Yarab, der Richter. 15
wer ich waͤre, wo ich her kaͤme, und was ich in die⸗ ſer Einoͤde ſuchte, wo er noch niemand von der Land⸗ ſeite her kommen geſehen. Ich erzaͤhlte ihm die Be⸗ weggruͤnde und Urſachen meiner Reiſe, und als er daraus erſah, wie großes Verlangen ich hatte, den heiligen Propheten zu ſehen, ſagte er zu mir:
„Wollte Gott, es koͤnnte dir gelingen: ſechzig Jahre in Gebet und Andacht haben mir noch nicht eine ſolche Gunſt erwerben koͤnnen; indeſſen haſt du uͤber alles zu gebieten, was ich vermag.“
Ich fragte ihn, wie er in der Wuͤſte Lebensmittel faͤnde.„Dieſe Frage,“ antwortete er mir,„verraͤth mir, daß du Hunger haſt. Steig in dieß Thal hinab,“ fuhr er fort,„da wirſt du Vorrath finden, dein Be⸗ duͤrfnis zu ſtillen; darnach komm wieder zu mir.“
Ich ſtieg in das bezeichnete Thal hinab, und fand dort einen Garten voll der ſchoͤnſten Fruͤchte aller Art; und von mehreren lebendigen und klaren Baͤchen be⸗ waͤſſert: ich aß von dieſem Obſt, trank von dieſem Waſſer, und kam zu dem Greiſe zuruͤck, dem ich meine Erkenntlichkeit bezeugte. Ich fragte ihn noch, wie er in dieſer Einoͤde die uͤbrigen ihm noͤthigen Dinge faͤnde. Er antwortete mir, die Schiffe, welche zuweilen an dieſer Kuͤſte vorbei kaͤmen, verſchafften ihm uͤberfluͤſſig alles Noͤthige. Wir erblickten in demſelben Augenblicke ein Fahrzeug, dem der Einſiedler Zeichen gab; alsbald


