1 522. Tag. ges bis Sonnenaufgang, und mit neuem Vertrauen
machte ich mich auf den Weg. Kaum hatte ich etliche
Schritte gethan, als ich ein Thier erblickte, welches eine Zuſammenſetzung aller vierfuͤßigen Thiere darſtellte, ſich mir naͤherte, und zu mir ſagte:.
„Mann von Medina, ſei willkommen! Gott hat mir befohlen, hieher zu kommen, um dir den Weg zu zeigen.“
Das Thier duftete von Moſchus und Ambra; ich bezeugte ihm meinen Dank, und zugleich mein Erſtau⸗ nen. „Du willſt wiſſen, wer ich bin,“ hub es wieder an. Ich geſtand meine Neugierde, und es fuhr fort:
„Ich heiße Abetuͤl, und muß hier verbleiben bis zum Tage des Gerichts; der große Gott hat mich geſchaffen um die Verirrten zurecht zu weiſen, und ich habe keine andre Beſchaͤftigung.“
Hierauf zeigte er mir den Weg, welchen ich ver⸗ folgen ſollte, und verließ mich.
Ich wanderte vier Tage und vier Naͤchte, ohne alle andere Nahrung, als Wurzeln, welche ich noch mit Muͤhe auffand. Endlich erblickte ich die Huͤtte ei⸗ nes Einſiedlers auf dem Gipfel eines Felſens, von wel⸗ chem der Blick das Meer beherrſchte; ich verdoppelte meine Schritte, um dahin zu gelangen. Als ich an die Thuͤre kam, bat ich um Herberge, und ſah einen ehrwuͤrdigen Greis hervor treten. Er fragte mich,


