Teil eines Werkes 
9. Bd. (1828)
Entstehung
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Abdal Motallab, der Weiſe. 7

verſchloſſene Thuͤr, deren Schloß verſiegelt war; die beiden Engel, welche ſie bewachten, erlaubten mir den Durchgang; und indem ich immer auf dem Meere fort wanderte, gelangte ich an einen Ort, desgleichen ich auf meiner Reiſe noch keinen angetroffen hatte. Der erſte Bewohner, welchem ich daſelbſt begegnete, war ein Mann, ſchoͤn wie der Vollmond; ich fragte ihn, wer er waͤre. Er antwortete mir ohne Zaudern:

Der hinter mir koͤmmt, wird es dir ſagen.

Nachdem ich einen Tag und eine Nacht fortge⸗ wandert war, traf ich den Mann, an welchen der erſte mich verwieſen hatte; er war ſchoͤn wie der Halb⸗ mond; ich that ihm dieſelbe Frage, und er gab mir dieſelbe Antwort, wie der erſte.

Endlich gelangte ich zu dem dritten, welcher dem Monde im erſten Viertel glich; ich beſchwur ihn, zu verweilen; er that es, und fragte mich, was ich von ihm verlangte. Ich antwortete ihm, daß ſeine beiden Vorgaͤnger mich an ihn verwieſen, um zu erfahren, wer ſie waͤren, und er ſprach hierauf zu mir:

Der erſte heißt Israphil, und gebietet uͤber die Menſchen; der zweite heißt Michael und gebietet uͤber Reichthum und uͤber die Jahreszeiten; ich ſelber heiße Gabriel, und bin ein Diener des allmaͤchtigen Gottes. Folge meinem Rathe, fuhr er fort,und kehre um, du kannſt nicht weiter kommen. 3