Abdal Motallab, der Weiſe. 5
Schwertes, und alsbald verwuͤſten Hungersnoth oder Peſt das Land; zuweilen bewirke ich ſogar Erdbeben, deren Urſachen dir bisher unbekannt geblieben ſind. Aber wenn Gott die Menſchen belohnen will, alsdann lege ich dieſes furchtbare Schwert ab, und ſogleich herrſcht Friede auf Erden und uͤberall iſt Ueberfluß; die Erde wird fruchtbar und kommt den Wuͤnſchen der Menſchen zuvor.“
Fuͤnfhundert und zwanzigſter Tag.
Erfreuet, dieſe Wunder zu vernehmen, war ich noch ſo neugierig zu fragen, was denn jenſeits des Gebirges waͤre.
„Dort findet man,“ ſagte er mir,„noch vierzig andere Welten, alle von dieſer hier verſchieden; jede hat viermal hunderttauſend Staͤdte, und jede Stadt hat viermal hunderttauſend Thore; die Einwohner ſind frei von allen Leiden der Menſchen dieſer Welt hier; ſtaͤts iſt es dort Tag; der Erdboden iſt ganz von Gold, und die Enden aller dieſer Welten ſind durch große Vorhaͤnge verhuͤllt; die Staͤdte ſind nur von Engeln bewohnt, welche unaufhoͤrlich das Lob Gottes und ſeines Propheten Mahomed ſingen.“
Die Freundlichkeit des Engels machte mich noch dreiſter in meinen Fragen; ich wollte wiſſen, was hin⸗


