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das Meer ſeine Ufer zu uͤberſteigen: ohne dieſe Vorſicht wuͤrde es die ganze Oberflaͤche der Erde bedecken.“
Mit dieſen Worten gab er mir einen Wink, mei⸗ nen Weg fortzuſetzen.
Ich ſchritt raſtlos vorwaͤrts, und gelangte an das Gebirge Kaf, welches rings die Welt umgibt und nur aus einem einzigen Stuͤcke gruͤnen Saphirs beſteht: dort traf ich wieder einen Engel, der mich fragte, was ich wollte. Ich antwortete ihm:
„Ich ſuche den Propheten Mahomed; ich habe mein Vaterland verlaßen, ich habe Laͤnder und Meere durchſtrichen, und kann ihn nicht finden; ich weiß nicht mehr, wo ich ihn ſuchen ſoll, und doch laͤßt der Ge⸗ danke an Sesbet mich nicht ruhen und raſten.
Der Engel antwortete mir:„Hoffe, und beharre im Glauben.“
„Waͤrdige mich wenigſtens, mich zu belehren, wer du biſt,“ erwiederte ich bittend. 4
Er antwortete mir mit derſelben Freundlichkeit, welche ich bisher angetroffen hatte:
„Der große Gott hat mir die Aufſicht dieſes wich⸗ tigen Gebirges anvertrauet 54*
„Wozu dient dir,“ fragte ich weiter,„dieß flam⸗ mende Schwert, womit dein Arm bewaffnet iſt?“
„Wenn Gott,“ antwortete er,„gegen ein Volk erzuͤrnt iſt, und daſſelbe das Gewicht ſeiner Rache will fuͤhlen laßen, ſo ſchwinge ich die Flammen dieſes


