Teil eines Werkes 
9. Bd. (1828)
Entstehung
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Abdal Motallab, der Weiſe. 5

Flammen, oder durch die Erſtarrung der Kaͤlte in der Finſternis zerſtoͤrt werden.

Ich bemerkte, waͤhrend der Engel alſo zu mir ſprach, daß er eine Tafel vor Augen hatte, auf wel⸗ cher zwei Zeilen eingegraben ſtanden, eine weiße und eine ſchwarze. Ich befragte ihn, wozu ihm dieſelbe diente, und er hatte noch die Guͤte, mir zu antworten:

Ich betrachte unablaͤßig dieſe Tafel, und die beiden Zeilen lehren mich, wann ich den Tag oder die Nacht verlaͤngern oder verkuͤrzen ſoll; auch belehren ſie mich uͤber die Abwechſelung, welche ich dem einen oder der andern ertheilen ſoll.

Ich dankte ihm fuͤr ſeine Belehrung, und verließ ihn. Kaum hatte ich ihn aus dem Geſichte verloren, als ich einen andern Engel antraf, der da ſtand, die eine Hand zum Himmel emporgeſtreckt und die andere ins Waſſer hernieder geſenkt. Er ſagte mir ſeinen Na⸗ men Aumkat

Aber, fragte ich ihn,warum ehſt du in die⸗ ſer Stellung? 9 ee, f

Ich halte, antwortete er mir,mit der in die Luft geſtreckten Hand die Winde in Schranken, und vor allen verhindere ich den Wind Haͤddſché vom Himmel herab zu ſtuͤrmen: wenn ich ihm Freiheit ließe, ſo wuͤrde er das Weltall in Staub verwandeln. Mit der Hand, welche ich ins Waſſer ſenke, verhindere ich

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