Teil eines Werkes 
9. Bd. (1828)
Entstehung
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2 519. Tag.

offenbart, und daß ich ſie alſo vermeiden und die Ein⸗ oͤden aufſuchen muͤßte. Ich durchwanderte dieſe lange mit unglaublicher Muͤhſeligkeit, ohne mich von der Anſtrengung, der Langenweile und der elenden Nah⸗ rung abſchrecken zu laßen.

Endlich, nach Verlauf einer gewiſſen Zeit, begeg⸗ nete ich einem Engel, ich verneigte mich tief vor ihm, und fragte ihn nach Kunde von Mahomed. Er ant⸗ wortete mir:

Es iſt noch nicht Zeit, die Menſchen davon zu unterrichten; es genuͤge dir, daß du Gnade vor Gott gefunden, der dir erlaubt hat bis hieher zu gelangen, und mache dich darauf gefaßt, große Wunder zu ſchauen: wandere fuͤrder auf deinem Wege.

Bevor ich ſeiner Weiſung folgte, ſtand ich voll Verwunderung uͤber ſeine Gebaͤrde: er hielt einen Arm gen Aufgang und den andern gen Niedergang ausge⸗ ſtreckt. Ich bat ihn, mir zu ſagen, wer er waͤre. Seine Antwort war:

Ich heiße Muhail; der Tag und die Nacht ſind mir untergeben. Ich halte, fuhr er fort,den Tag in der Rechten, und die Nacht in der Linken; ich ſetze beide ins Gleichgewicht, und ich muß all meine Gewalt anwenden, um ſie darin zu erhalten; denn wenn eins oder das andere uͤberwoͤge, ſo wuͤrde das Weltall entweder durch die Glut der Sonne in

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