Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Mahomeds Geburt. 289

aber niemals in die Geheimniſſe der Wiſſenſchaften eingeweihet worden; er hatte ſich den Waffen gewidmet und diente in dem Heere Nophailachs; ſeine Pflicht hatte ihn von Mekka, ſeiner Heimat, entfernt, waͤh⸗ rend die drei erſten Gatten Sesbets die drei erſten Zeilen der verborgenen Schrift geleſen hatten, er hatte ſogar niemals etwas von dieſem ganzen Ereignis erfahren.

Sesbet, ſtaͤts den Befehlen ihres Vaters gehor⸗ ſam, fuͤhrte ihn in ihr Haus, wie ſie die vorigen heim gefuͤhrt hatte: aber er war nicht ſo folgſam in Hinſicht des Gebots der Trennung.

Ich will gerne glauben, daß dein Vater ein weiſer Mann war, ſprach er zu ihr mit Lebhaftig⸗ keit;ich gebe zu, daß Mahomed dereinſt von Gott herab geſandt werde: wie kann mich aber das gegen⸗ waͤrtig bewegen, von meiner Gattin zu ſcheiden?

Fuͤrchte eine gerechte Beſtrafung dieſer gottloſen Re⸗ den, ſagte Sesbet mit liebenswuͤrdiger Sanftmuth zu ihm. Aber achtet ein Befangener, ein von Begierde

entbrannter Menſch wohl irgend auf die verſtaͤndigſten Vorſtellungen? Kann man dieß auch nur verlangen? Temimdari alſo, feſt entſchloſſen, ſich nicht ſo abſpei⸗ ſen zu laßen, wie ſeine Vorgaͤnger, ging eines Beduͤrfniſſes wegen in den Hof, und ſich ſtellend, als wenn er ſich von

Sesbets Warnungen betroffen fuͤhlte, ſagte er zu ihr:

Ich fuͤrchte mich, liebeFrau, ſprich, und beruhige mich. VIII. 19