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Mahomeds Geburt. 285
Sie gehorchte, und beide fanden ſie ſo ſchoͤn, daß ſie nur von ihren Reizen ſprachen, ſogar noch lange, nachdem ſie ſich ſchon beurlaubt hatte.
Schon hatte Sesbet mehrere Tage in Gegenwart des Koͤnigs ihre unbekannte Schrift vergeblich jeder⸗ mann vorgehalten, als ein junger ſehr ſchoͤner und wohlgebildeter Mann erſchien, der ohne Muͤhe die erſte der vier bisher unbekannten Zeilen las, und mit lau⸗ ter Stimme ausſprach:
„Mahomed iſt der Freund Gottes, er iſt hoͤher, als die Wolken.“*
Aber er geſtand, daß er die drei uͤbrigen Zeilen nicht entziffern koͤnnte.
Dieſes Geſtuaͤndnis uͤberzeugte den Koͤnig und den Veſyr, daß, was er geleſen, wirklich da geſchrieben ſtaͤnde. Indeſſen wollte der Koͤnig ihm vor der Ent⸗ ſcheidung noch etliche Fragen thun; er fragte alſo, welchem Lande die Schriftzuͤge angehoͤrten, die er eben geleſen haͤtte.
„Herr,“ antwortete jener,„es iſt die Schrift ei⸗ ner der aͤlteſten Sprachen, welche man nach dem
Thurmbau von Babel redete; es iſt eine der Spra⸗
chen, deren ſich die Weiſen bedienen, und ſie wuͤrde mir unbekannt ſein, wenn mein Vater, der ſich ſtaͤts mit tiefen wiſſenſchaftlichen Forſchungen beſchaͤftigte, ſie mich nicht gelehrt haͤtte.“


