Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Mahomeds Geburt. 283

Sesbet beantwortete dieſe Fragen eben ſo treffend, als verſtaͤndig; und als ſie endlich erklaͤrte, ſie ſei die Tochter Uſcha's, rief der Veſyr aus:

O Sproͤßling eines Stammes ohnegleichen! Wie, du biſt die ſchoͤne Sesbet! Ich glaubte, du waͤreſt deinem Vater in den Schooß der Seligen gefolgt: wie iſt es moͤglich, daß man gar nicht mehr von dir redet?

Sesbet, jetzt vertrauensvoller als anfangs, erzaͤhlte alle ihre Abenteuer, und zeigte das Pergamentblatt vor, welches ihr befahl, ſich zu verheiraten.

Der Koͤnig betrachtete es; aber die vier letzten Zeilen zu entziffern war ihm eben ſo unmoͤglich, als ſeinem Veſyr.

Was ſollen wir thun? hub Nophailach wieder an, indem er ſich zu ihm wandte.

Ich glaube, antwortete ihm dieſer, nachdem er ein wenig nachgedacht hatte,daß dieſe vier Zeilen von demjenigen ſollen geleſen werden, welchen der Himmel ihr zum Gatten beſtimmt. Warum ſollten ſie ſonſt in ſo ganz andrer Schrift daſtehen?

Da haſt Recht, fuhr der Koͤnig fort,denn

ich bin derſelben Meinung: wie aber ſollen wir denje⸗

nigen finden, den der Himmel ihr beſtimmt?

Man muͤßte, antwortete der Veſyr,durch die ganze Stadt ausrufen laßen, daß du eine eben ſo ſchoͤne, als verſtaͤndige Jungfrau demjenigen zur Gat⸗