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Dieſer leichte Troſt war noch von einem andern begleitet; und dieß war ein kleines Goldſtuͤck, welches ſie auf dem Boden des Kaſtens entdeckte; ſie nahm es, legte alles uͤbrige wieder ſo zuſammen, wie ſie es gefunden hatte, und ging hin, Lebensmittel und was ſie nothwendig bedurfte, zu kaufen. Solches geſchah aber nicht, ohne daß ſie die Haͤlfte dieſes Goldſtuͤcks unter die Armen vertheilte, welche ſie anſprachen. Auch ſah ſie ſich bald wieder in ihrer vorigen ungluͤcklichen und beduͤrftigen Lage. Indeſſen uͤberredete ſie ſich, ſie haͤtte noch nicht genug in dem Kaſten von Ebenholz geſucht, und weil ſie kein anderes Huͤlfsmittel hatte, ging ſie nochmals hin, ihn zu durchſuchen. Sie las wieder die Blaͤtter aus der Bibel; ſie warf wieder ihre
Augen auf das Pergamentblatt, welches an ſie ſelber
gerichtet war, und war ſehr erſtaunt, Schriftzuͤge
darauf zu finden, welche ſie das erſtemal nicht be⸗
merkt hatte, und weiter zu leſen:
„Was man Gott gibt, vergilt er hun⸗ dertfaͤltig.“ In der That fand ſie jetzo hundert Goldſtuͤcke, von welchen ſie nun wieder eine zeitlang lebte. Kurz, der Kaſten ließ es ihr fortan nimmer daran fehlen, dergeſtalt, daß es ihr leicht ward, den Armen nach ihrem Gefallen zu helfen, und ihre alte Sklavinn wieder zu ſich zu nehmen, welche nicht von ihr getrennt leben konnte; denn die Anhaͤnglichkeit, welche die Tugend einfloͤßt, kann durch nichts erſetzt werden.


