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waren, und ſie ſich ganz ohne Geld und ohne alle Lebensmittel ſah.„Wer nicht auf Gott ver⸗ trauet, kann nicht gluͤcklich werden.“ Dieſe große Wahrheit uͤbte Sesbet mit ſolchem Erfolg, daß ſie auch dieſen Tag ſo ruhig als gewoͤhnlich ſchlief, und auch bei ihrem Erwachen nicht einmal das geringſte Verlangen ſpuͤrte, das Haus zu verkaufen, welches ſie bewohnte, obwohl der Erloͤs daraus mehr als hinrei⸗ chend geweſen waͤre, ſie aus der Noth zu ziehen. Uſcha hatte ihr befohlen, es zu behalten; und das war genug, um ſie zu vermoͤgen, lieber alles zu dulden. Mit Anbruche des Tages, ſtand ſie mit jener Seelenruhe auf, welche derjenige nicht kennt, der ſich etwas vorzuwerfen hat, und ging noch einmal in das Zimmer ihres Vaters, es zu durchſuchen. Dieſer Ort erinnerte ſie wieder an die ganze Groͤße ihres Verluſts und an ihre ſchreckliche Lage; ſie vergoß einige Thraͤ⸗ nen. Endlich erblickte ſie in einem hinteren Gemache am Fußboden deſſelben einen alten ledernen Riemen,
welchen ſie zuvor niemals bemerkt hatte. Aus einer
natuͤrlichen Anwandlung der Neugierde, oder aus einer dunkeln Hoffnung, welche den Menſchen nie verlaͤßt, zog ſie an dieſem Riemen, hob vermittelſt deſſelben einige Bretter weg, welche ihr eine Fallthuͤre entdeck⸗ ten, und erblickte darunter einen Kaſten von Cedern⸗ holz. Wer koͤnnte ihre Freude beſchreiben? Wer koͤnnte ſagen, welche Muͤhe es ihr koſtete, ihn zu erͤffnen?


