Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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ben hatte, forderten die Umſtaͤnde, daß ſie ihre Ange⸗ legenheiten in Ordnung brachte. Ihr war die Quelle des Reichthums ihres Vaters verborgen; alle Sklaven ihres Hauſes waren nicht beſſer davon unterrichtet. Man kannte auch keine Verwandten des beruͤhmten Uſcha, und Sesbet ſtand, ſo zu ſagen, ganz allein in der Welt. Sie verwandte mehrere Tage darauf, das ganze Haus zu durchſuchen; es blieb kein Winkel un⸗ beachtet, aber alles war vergeblich, man hatte kaum ſo viel Geld gefunden, um die Begraͤbniskoſten zu be⸗ ſtreiten. In dieſer Lage bedachte ſich Sesbet nicht, allen Sklaven beides Geſchlechts die Freiheit zu ſchen⸗ ken, und behielt nur eine alte Sklavinn zu ihrer Be⸗ dienung. Sie ließ hierauf alles Geraͤth, das ſie im Hauſe fand, verkaufen; aber das Hausgeraͤth eines Weiſen iſt gewoͤhnlich nicht von großem Werthe. Auch loͤſte Sesbet daraus nur eine maͤßige Summe, von welcher ſie in dem abgelegenſten Winkel des Hauſes zu leben beſchloß, in Erwartung der Gnade des Himmels, auf welchen ſie ihr Vertrauen geſetzt, zufolge den Wor⸗ ten, welche ihr Vater oft zu ihr geſagt hatte:der Himmel belohnt fruͤh oder ſpaͤt diejenigen, welche den Lehren der Weisheit folgen, und den Pfad der Tugend nicht verlaßen.

Die Vorſchriften und das Beiſpiel eines ſo weiſen Vaters waren alſo ſtaͤts ihrem Geiſte gegenwaͤrtig; und ungeachtet ihres geringen Wohlſtandes, der ihr