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Sesbet genannt wurde, und, der Gegenſtand ſeiner Zaͤrtlichkeit und ſeiner Pflege, ſchon in jungen Jahren, in den Stand geſetzt war, die Tugend zu kennen und zu uͤben. Eine ſo gute Erziehung erhub ihr Herz noch uͤber ihre Schoͤnheit, obwohl ſie alle Vorzuͤge der Ge⸗ ſtalt beſaß. Ihre Farbe, weißer als morgenlaͤndiſcher Alabaſter, ihre Augen, ſchwaͤrzer als Rabengefieder, ihre Wangen, roͤther als der Perſiſche Mohn,— dieß alles bildete eine der ſeltenſten Schoͤnheiten.
Uſcha hatte den Iſraeliten zu Mekka haͤufig die Zukunft des großen Propheten verkuͤndigt: aber weit entfernt, ſich uͤberzeugen zu laßen, hatten ſie die Blaͤt⸗ ter, worauf dieſes große Ereignis ſo deutlich geweiſe ſagt ſtand, zerreißen wollen, und Uſcha hatte ſogar viel Muͤhe gehabt, die mit dieſen goͤttlichen Stellen geheiligten Blaͤtter ihrer Wuth zu entreißen. Er hatte ſie ſorgfaͤltig bewahrt, und als ſeinen groͤßten Schatz verſchloſſen, um die uͤberzeugenden Beweiſe der Guͤte Gottes und des Ruhms des großen Propheten nicht der Gottloſigkeit der Iſraeliten preis zu geben.
Der Weiſe Uſcha beſaß durch ſeine tiefen Kennt⸗ niſſe unermeßliche Reichthuͤmer, deren Quelle man nicht kannte; in ſeinem Hauſe herrſchte Ueberfluß, er hatte eine Menge Sklaven, er nahm die Fremdlinge wie ſeine Kinder bei ſich auf, und niemals verſagte er ein Almoſen. Er ſagte haͤufig zu ſeiner Tochter, wenn ſie ihn wegen ſeiner guten Handlungen lobte,


