Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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heit.

Dakianos und die Siebenſchlaͤfer. 259

ſich ſelber:Großer Gott, haſt du mir denn den

Verſtand geraubt?

In dieſer Verwirrung der Vorſtellungen, trat er in die Stadt, welche er durchaus nicht wieder er⸗ kannte: die Haͤuſer, die Tempel, die Palaͤſte erſchie⸗ nen ihm in ganz neuer Geſtalt. Endlich blieb er am Laden eines Baͤckers ſtehen, ſuchte ſich mehrere Brote aus, und bot ſein Geld dafuͤr dar.

Der Baͤcker ſah es an, und betrachtete Dſchem⸗ licha mit großer Aufmerkſamkeit. Dieſer wurde da⸗

durch beunruhigt, und ſagte zu ihm:

Was ſtarrſt du mich an? gib mir dein Brot, nimm dein Geld, und bekuͤmmere dich nicht um an⸗ dere Dinge..

Der Baͤcker fragte ihn mit großer Neugierde: Wo haſt du dieſes Geld gefundenf

Was geht es dich and verſetzte Dſchemlicha.

Ich kenne dieſes Geld nicht, erwiederte ihm der Baͤcker:es iſt nicht mit dem Stempel des jetzo herrſchenden Koͤnigs gepraͤgt. Laß mich Theil nehmen an dem Schatze, welchen du ohne Zweifel ſo gluͤcklich geweſen biſt zu finden, ich verſpreche dir Verſchwiegen⸗

4 Dſchemlicha begann ungeduldig zu werden, und ſagte zu ihm:dieſes Geld iſt mit dem Stempel des

Dakianos geprägt, des unumſchraͤnkten Beherrſchers

dieſes Landes; mehr weiß ich dir nicht zu ſagen.