Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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258 5 ¾%. Tag.

naͤherte ſich ihm, und fragte ihn, ob dieſe Stadt nicht

Epheſus hieße. Jener antwortete ihm ganz einfach,

ja ſo hieße ſie.

Und wie heißt derjenige der ſie beherrſcht? fragte Oſchemlicha ſogleich weiter.

Sie gehoͤrt dem Koͤnig Enkuſch, der darin ſei⸗ nen Sitz hat, antwortete ihm derſelbe Mann.

Dſchemlicha, mit ſteigender Verwunderung, fuhr fort zu fragen:Was bedeutet die Inſchrift auf die⸗ ſer Fahne?

Jener befriedigte ſeine Neugier, und ſagte ihm, ſie enthielte die wahren Namen Gottes.

Aber mich duͤnkt, unterbrach ihn Dſchemlicha

mit Lebhaftigkeit,daß Dakianos der Koͤnig dieſer Stadt iſt und ſich darin wie einen Gott anbeten laͤßt.

Ich habe niemals von einem Koͤnige dieſes Na⸗ mens gehoͤrt, verſetzte der Einwohner der Stadt.

In welchem ſeltſamen Traume bin ich gegen⸗ waͤrtig befangen! rief Dſchemlicha aus:Wecke mich auf, ich beſchwoͤre dich darum, fuhr er fort. Der Mann, jetzo ſeinerſeits verwundert, konnte ſich nicht enthalten, ihm zu erwiedern:

Wie! du thuſt mir ſo verſtaͤndige Fragen, du haſt meine Antworten darauf vernommen, und du waͤhneſt, daß du ſchlaͤfeſt?

Dociſchemlicha, beſchäͤmt uͤber die Meinung, welche er von ſich erregte, verließ den Mann, und ſprach bei