Dakianos und die Siebenſchlaͤfer. 257
er wahrnahm ſo betroffen, daß er in die Hoͤhle zuruͤck trat, um ſeinen Gefaͤhrten ſein Erſtaunen mitzutheilen. Sie ſtanden alle ſogleich auf, und gingen hinaus, ſich zu uͤberzeugen: aber jeder Gegenſtand, den ſie betrach⸗ teten, verdoppelte nur ihre Verwirrung. Dſchemlicha ſprach hierauf zu dem Schaͤfer:“
„Gib mir deine Kleider, ich will ſelber nach der Stadt gehen, zu holen, was wir beduͤrfen, und uns uͤber dasjenige aufzuklaͤren, was wir nicht begreifen koͤnnen.“
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Fuͤnfhundert und vierter Tag.
Der Schaͤfer gab ihm ſeine Kleider, und nahm dagegen die ſeinigen. Dſchemlicha arbeitete ſich mit großer Muͤhe durch die Truͤmmer dieſer dicken Mauer, nahm dann den Weg nach der Stadt, und bemerkte uͤber dem Thore eine Fahne mit der Inſchrift:„Es gibt keinen andern Gott, als den wahren Gott!“ Er war ſehr erſtaunt, wie eine Nacht eine ſolche Veraͤnderung hervor gebracht haͤtte:„Iſt dieß
nicht ein Traumgeſicht?“ ſprach er bei ſich ſelber:
wache ich wirklich? oder taͤuſchet mich ein Traum?“ Waͤhrend er dieſe verwirrenden Betrachtungen an⸗
ſtellte, ſah er einen Mann aus der Veſte kommen, er VII. 17


