Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 75

den habt ihr mir die Erfahrung von ſechs Jahren ge⸗ geben, welche ich hier mag zugebracht haben. Ich ſehe nun, worin alle die Urheber unſerer Tage gefehlt haben; und aus meinem Beiſpiele koͤnnt ihr euch ihr Betragen erklaͤren, wie ich euch noch das Benehmen meiner Urgroßmutter erklaͤren will.

Sie wurde in einen Weidenkorb verwandelt; ich lag darin, ihre Arme und Beine waren meine Feſ⸗ ſeln, und ihr Roſenkranz bildete die Handhaben des Korbes. Beim Anblick dieſes Bildes wird es mir klar, daß meine Urgroßmutter mich mit gebundenen Fuͤßen und Haͤnden dem Mograby aͤberliefert hat, und daß der Roſenkranz das Mittel dazu geweſen iſt.

Die gute Frau murmelte beſtaͤndig Worte und Spruͤche. Das iſt nicht bloßes Sprechen: es iſt, wie ich ſehe, nichts ſo gefaͤhrlich, als Zeichen zu machen und Worte auszuſprechen, ohne zu wiſſen, was man thut, noch was man ſagt.

Uebrigens, meine Prinzen, hat ein gemeinſames Ungluͤck uns vereinigt; aber wir duͤrfen, nach dem was der Himmel ſchon fuͤr uns gethan hat, das Ver⸗ trauen hegen, daß er uns den Klauen unſers Wuͤth⸗ richs entreißen wird, ſollte dieſer auch ploͤtzlich mit all ſeiner Macht ausgeruͤſtet hier erſcheinen. Wenn wir alle ſechs uns im Namen Mahomeds ſeinem Beginnen widerſetzen, ſo hoffe ich, werden wir ihn ſchmaͤhlich zu⸗