468. Tag.
Er gab mir eine Maulſchelle:„Gib mir eine noch ſtaͤrkere,“ ſagte ich;„behandle mich, wie du meine Urgroßmutter behandelt haſt: erinnerſt du dich ihrer nicht? warſt du nicht ihr Pilger?“
Er hatte ohne Zweifel ſchon ſeinen Entſchluß uͤber mich gefaßt, denn unverzuͤglich antwortete er mir:
„Du laͤßt dir Gerechtigkeit widerfahren; du taugſt nicht mehr, als ſie, und du ſollſt auch ebenſo behan⸗ delt werden.“
Mit dieſen Worten gab er mir abermals eine Maulſchelle, deren Folge eine Ohnmacht war, und dieſe benutzte er, mich in ſeine ſcheusliche Mord⸗ grube ſchleppen zu laßen.
Ich vermag ſo wenig, als ihr, meine Prinzen, anzugeben, wie lange ich darin geſchmachtet habe. Aber weil ich noch keinen Bart hatte, als ich hinein kam, und ich hier mit einem langen Bart erwacht bin, ſo muß mein Todesſchlummer nicht kurz gewe⸗ ſen ſein.
Ich ſehe, daß er nichts uͤber meine Geiſteskraͤfte vermocht hat. Mein Gedaͤchtnis hat mir zwar nur Bilder der Kindheit zuruͤckgefuͤhrt; aber mein Geiſt hat aufgehoͤrt, ſie anzuſehen, wie ein Kind. Ihr habt hier keinen Vorgang erzaͤhlt, welcher nicht Nach⸗ denken in mir erweckt haͤtte, und binnen zwei Stun⸗
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