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ter kannte, aber deſſen Ausſehen und Geſichtsbildung mir ſo unheimlich vorkamen, als ſein Bart weiß war. Bei dieſem Anblick war meine Urgroßmutter nahe
daran, in Ohnmacht zu ſinken:„Das iſt ein Todter!
das iſt ein Todter!“ rief ſie aus.
„Nein, es iſt kein Todter,“ erwiederte ihr der falſche Armenier, indem er ſie unſanft beim Arme ſchuͤt⸗ telte:„du aber ſollſt gleich des Todes ſein, wenn du dich nicht in Acht nimmſt.“—
„Ei, wo koͤmmſt du her, du elender Boͤſewicht, nachdem du mich funfzehn Jahre haſt warten laßen? Eine ſo tugendhafte Frau zu betruͤgen, wie ich bin!“—
„Schweig, raſende Heilige, oder ich klebe dir⸗
mit Einem Worte die Zunge an den Gaumen. Ich habe hier keine Zeit zu verlieren: ich komme, meinen Sohn abzuholen.“—
„Deinen Sohn! wann haſt du mich denn geheira⸗ tet, du Schaamloſer, daß du ein Kind von mir haben ſollteſte Komm mit mir vor den Kadi und loͤſe deine
Verpflichtung gegen mich, dann ſollſt du das Kind
haben.“
„Ich dich heiraten, alte Naͤrrinn! klapperduͤrres Gerippe! ſprechendes Archiv des Alters der Erde! Schandmal der Schoͤpfung! Ausgeburt des Schlam⸗ mes der Suͤndflut! Gib mir mein Kind.“—
„Eher ſollſt du mein Leben haben, Boͤſewicht!
Ich will dich hier ans Kreuz ſchlagen laßen, als ei⸗
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