Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Du haſt einen guten Großvater verloren, mein Kind, der dich gar ſchoͤne Dinge gelehrt haͤtte, der⸗

gleichen ich ihn habe verrichten ſehen.

Aber, Großmutter, erwiederte ich,die Zau⸗ berer in den Maͤhrchen, welche du mir erzaͤhlſt, ver⸗ richten dergleichen: war er denn ein Zauberer?

Die Zauberer lieben nicht auf ſo ehrbare Weiſe die Frauen, wie jener theure Mann mich liebte. Aus

Ehrerbietung, mein Kind, hat er niemals die Spitzen

meiner Finger beruͤhrt; uͤberdieß machen die Leute, von denen du ſprichſt, keine Wallfahrt nach Mekka: ſie wiſſen wohl, daß ſie vom Koran verflucht ſind.

Als ich alt genug war, meine Großmutter auf ihren Wanderungen zu begleiten, ſo ſtellte ſie mich,

wenn ich nicht bei ihr in dem Gewuͤhle des Leichen⸗ zuges ſein konnte, auf den Armen meiner Amme

und unter dem Schutze zweier ſtarken Sklaven, an einen Ort, wo ich bewundern konnte, wie ſie den

Schmerz nachzuahmen vermochte. Darnach fuͤhrte ſie

mich auf den Grabſtaͤtten mit umher, und ließ mich ganz laut ihr Il⸗fathea und Il⸗kathmé*) nachbeten.

Ich hatte ſehr wenig Anfmerkſamkeit bei dieſem Gepraͤnge, da ich von Natur ſehr flatterhaft war: aber z ur Ermunterung erzaͤhlte ſie mir, wenn wir nach Hauſe kamen, Maͤhrchen, welche mir ſehr gefie⸗

*) Vergl. Anm. zum 466. Tag.

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