Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 65

Waͤhrend Thalidé noch die Pracht des Brillanten betrachtete, entſchluͤpfte der großmuͤthige Geber und begab ſich in einen Winkel von Bagdad, den Verfolg der Ereigniſſe zu beobachten.

Der Großveſyr, ſeiner Unredlichkeit uͤberwieſen, wurde enthauptet. Der Oberpfoͤrtner des Palaſts wurde nach Damask abgefertigt mit den ſchmeichel⸗ hafteſten Beweiſen fuͤr den Koͤnig, und mit den Be⸗ fehlen, alle die Schuldigen hinrichten zu laßen, die bisher noch verſchont geblieben waren.

Ein beſonderes Schreiben ertheilte der Geſchicklich⸗ keit und dem Eifer des Wundarztes Békamar tauſend Lobſpruͤche. Der Koͤnig von Damask konnte nicht er⸗ rathen, wer dieſer Mann ſein moͤchte, von welchem der Abgeſandte von Bagdad und ſein Gefolge tauſend Dinge erzaͤhlten, und an welchen zugleich ein, ohne Zweifel etwas zaͤrtliches Briefchen von Thalidé mitkam, ohne daß man wußte, an wen man es abgeben ſollte.

Mein Vater und meine Mutter unterhielten ſich hieruͤber mit unſerer Urgroßmutter. Dieſe kannte ih⸗ ren Pilger noch nicht recht, und argwoͤhnte keineswe⸗ ges, daß er mehr als Ein Geſicht haͤtte. Es waͤre zu gefaͤhrlich fuͤr ſeine eigenen Abſichten geweſen, wenn er ihr gezeigt haͤtte, was er vermochte.

Indeſſen ſagte ſie, wie aus Eingebung:

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