Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

466. Tag.

Krone von Damask dem Schwiegerſohne ſeines Veſyrs verſprochen, und derjenige, der ſie trug, konnte ſie nur mit dem Leben verlieren: nun aber machte man ihm bemerklich, daß er ſolches zu voreilig gethan, und man uüͤbergab ihm die Urkunden, welche ihn davon uͤberzeugen ſollten. Er oͤffnete ſie und durchlief ſie. Er ſah die empoͤrenden Spitzbuͤbereien, uͤber welche man es nicht angemeſſen befunden hatte, ihn aufzu⸗ klaͤren.

Er ging in ſein Zimmer, und befahl demjenigen, der ſo eben ſeine Tochter hergeſtellt hatte, ihm zu folgen. Hier fragte er dieſen Unbekannten nach ſei⸗ nem Namen.

Herr, antwortete dieſer,ich heiße Boka⸗ mar; ich bin Sklave und Wundarzt Sineb⸗il⸗ Mu⸗ raths.

Warum hat er dich hieher geſchickt? und wa⸗ rum hat er Papiere von ſolcher Wichtigkeit ſeinem Wundarzte uͤbergeben?

Mein Herr hat mich weder abgeſchickt, noch mir die Papiere uͤbergeben. Ich war zuvor Wundarzt bei einem Juden, namens Samuel; gegen dieſen wie⸗ gelte man das Volk auf, und er ſah, daß ſein Kopf ein nothwendiges Opfer fuͤr die oͤffentliche Ruhe war: er uͤbergab mir dieſe Denkſchrift und dieſe Papiere. Der Koͤnig, ſprach er zu mir,hat die Abſchriften davon; aber bewahre du dieſe Urſchriften: ſie koͤnn⸗