Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 61

geſchickt worden: aber dieſer Miniſter wollte uͤber den Thron von Damask ſchalten, um ſeinen Schwieger⸗ ſohn damit zu bedenken. In der That, mein Gebie⸗ ter, hat der Koͤnig von Damask nur die ungetreuen Verwalter beſtraft, welche die Einkuͤnfte der milden Stiftungen unter ſich theilten, die von frommen Mu⸗ ſelmaͤnnern zur Unterſtuͤtzung der Armen und zur Ver⸗ herrlichung des Gottesdienſtes gemacht ſind. Er mußte ſich der Rechnungsbuͤcher einer betruͤgeriſchen Verwal⸗ tung bemaͤchtigen, und die Verwalter abſetzen, um alles wieder zur Ordnung zuruͤckzufuͤhren: dieſen Au⸗ genblick hat man ergriffen, ihn zu verleumden. Ihr findet die Unterſchriften derjenigen, die ſolches gewagt haben, mitten unter den Namen der vornehmſten Be⸗ truͤger, in den Beweisſtuͤcken, deren Urſchriften ich hier zu euern Fuͤßen niederlege. Gerechtigkeit, großer Fuͤrſt, Gerechtigkeit meinem Herrn, dem Koͤnige von Damask! Der niedrigſte ſeiner Sklaven, der ſich uͤber⸗ gluͤcklich fuͤhlt, daß er euch zu dienen vermochte, kann auf keine andre Belohnung von euch Anſpruch machen.

Vierhundert und ſechs und ſechzigſter Tag.

Derr Chalyf ſtand erſtaunt da. Man hatte ihm einen Schalksnarrn angekuͤndigt; und dieſer Narr hatte ihn durch ein Wort zu binden gewußt. Er hatte die