Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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58 4665. Tag.

Dieſer Arzt, weil er denn einer iſt, muͤßte ſel⸗

ber mit ſeinem Kopfe dafuͤr haften, verſetzte der Chalyf. Herr, antwortete der Schuͤtzling Thalidé's, mein Kopf iſt fuͤr mich ein ſehr ernſthaftes Ding, obgleich er vielen Leuten eures Hofes nur einem Schalks⸗ narrn anzugehoͤren ſchien. Euer Majeſtaͤt erlaube, daß ich mich der Prinzeſſinn naͤhere, um zu ſehen, wie tief die Fiſchgraͤte eingedrungen iſt.

Wenn du es geſehen haſt, erwiederte der Cha⸗ lyf,wirſt du auch wie alle die andern reden.

Beherrſcher der Glaͤubigen, ich werde nur, wie ich ſelber reden; ich ahme niemand nach.

Nach dieſer Antwort naͤherte ſich der geſchickte Mann der Prinzeſſinn, und betrachtete ſie; einen Au⸗ genblick darnach kam er wieder zu dem Chalyfen, und ſagte:

Wenn ich dem maͤchtigſten Herrſcher der Erde meinen Kopf verpfaͤnde, daß ſeine eine einzige Tochter in einem Augenblick hergeſtellt ſein ſoll, darf ich da von eurer Gnade erwarten, daß ihr mir Kopf fuͤr Kopf bewilligt, und daß ich ein andres Haupt vom Tode rette, welches mir eben ſo theuer iſt, wie das mei⸗ nige?. Ja, rief der Chalyf aus,und wenn es das Haupt eines Verbrechers waͤre, der ſich erfrecht haͤtte, die Hand gegen mich ſelber zu erheben.