46 463. Tag.
den auem Roſenkranz uͤber den Kopf und ſprechet dabei:
3„Meine geliebten Kinder, ich verbinde euch mit einander und mit uns durch das, was unſer aller Gluͤck gemacht hat: gewaͤhrt mir eine Bitte; ſchenket mir und demjeni⸗ gen, dem ich mich ergeben habe, das erſte maͤnnliche Kind, welches aus eurer Ehe ge⸗ boren wird; ich bleibe hier, um es bei euch aufzuziehen.“
Wenn ſie nun eingewilligt haben, ſo umarmet ſie, und kommet und ſaget es mir; denn dieſes nur liegt mir noch am Herzen, und demnaͤchſt die Pilgerſchaft.“
Meine Urgroßmutter war weit entfernt, etwas zu verweigern, was ihr von dem Manne befohlen wurde, der ſie ſeinem Willen ſo voͤllig unterworfen hatte; und mein Vater und meine Mutter, als ſie in der unſeligen Schlinge des Roſenkranzes gefangen waren, verſprachen alles mit den Worten, die ihre Aeltermutter ihnen vorſagte.
Der Armenier hatte nun keine Geſchaͤfte mehr in Damask; es war zu erwarten, daß er verſchwinden wuͤrde: aber er nahm nur eine andre Geſtalt an, und wir werden ihn bald wieder auftreten ſehen.
Waͤhrend zu Damask eine ſehr ſtille Hochzeit ge⸗ feiert wurde, arbeitete der Großveſyr in Bagdad an dem Untergange des Koͤnigs Sineb⸗il⸗Murath. Der


