Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 45

Anblick vollends jeden Schein von Bedenken hob. Sie trug am Halſe ihren praͤchtigen Perlenſchmuck, und wie ſie aus der Saͤnfte ſtieg und den Fuß auf die er⸗ ſten Stufen des Palaſts ſetzte, gab ihre hohe Geſtalt, obſchon mit einem Schleier bedeckt, ihr das Anſehen, als wenn ſie von einem Throne herabſtiege, um ſich auf einen andern zu ſetzen.

Der Kadi verrichtete ſein Amt; man bekleidete den Armenier mit einem Pelze; und ſo war die Ver⸗ maͤhlung geſchloſſen. Die Umſtuͤnde erlaubten nicht, ſie mit Gepraͤnge zu vollziehen, noch mit Feſten zu feiern. Aber waͤhrend die jungen Gatten auf einem Sopha neben dem Koͤnige Bekanntſchaft mit einander machten, und man an einer Tafel den Kadi und die Zeugen bewirthete, unterhielten ſich der Pilger und die

ilgerinn in einem Fenſter.

Ihr ſeht jetzo, ſprach er,die Angelegenheit eurer Enkelinn beendigt: ich uͤbernehme nunmehr die Sache des Koͤnigs von Damask; ihr werdet aus der Folge ſehen, daß ich euch alle wie meine Blutsfreunde behandle: aber wir, wir beide, haben uns noch nicht dabei bedacht; ſollten wir ſo thoͤricht ſein, uns zu vergeſſen?

Bei der Heimkehr von unſrer Pilgerfahrt werden wir ſehr alt ſein, und folglich ohne Kinder und ohne Troſt: thut deshalb, was ich euch ſage. Wenn die jungen Gatten im Bette liegen, ſo werfet ihnen bei⸗