Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 4r

gelegenes Gemach, und hier bemuͤhte er ſich, auf jeder Kugel mit der Spitze ſeines Dolchs ſeltſame Zeichen einzuritzen.

Dieß war am Abend ſein Geſchaͤft, welches er damit endigte, daß er das ihm zuruͤckgelaßene Pfand in ein goldenes Kaͤſtchen verſchloß, welches mit drei Stahlſchloͤſſern verwahrt war und neben ſeinem Bette fuand⸗ wo es ihm nicht aus dem Geſichte kommen ollte.

Waͤhrend dieſer Zeit hatten der Pilger und die Pilgerinn ſich zu einem ſehr guten Abendeſſen nieder⸗ geſetzt. Jladſch⸗Kadahé, der unzertrennliche Ge⸗ faͤhrte ſeines Herrn, hatte dafuͤr geſorgt. Meine Mut⸗ ter Patiſſa wurde dazu gezogen, und der Armenier benahm ſich ſo artig gegen ſie, daß ſie, wie ich ſie nachmals ſagen höorte, nicht begreifen konnte, wie ein Mann von ſo vielen Verdienſten, dem Anſcheine nach, ſich durch die Liebe zu einer ſo alten Frau, wie un⸗ ſere Großmutter, konnte bethoͤren laßen, und meinte, der Geruch der Heiligkeit muͤßte alle andere Ruͤckſichten uͤberwogen haben..

Als das Mahl geendigt war, ſtand der Armenier auf, und ſagte zu meiner Urgroßmutter:

Meine ehrwuͤrdige Frau, wir haben hier noch ein kleines Werk zu verrichten, um unſere Angelegen⸗ heiten zu foͤrdern; wir wollen deshalb unſer Kind nicht entfernen.