Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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36 461. Ta g.

welche die guten Seelen verhindern wollen, fuͤr die Todten zu beten! aber huͤtet euch wohl, fuͤr diejenigen zu beten, welche der Koͤnig beſtraft.

Der Jude Samuel frohlockte; er ließ ganze Wa⸗ gen, mit Gold und koſtbarem Geraͤth beladen, in den Schatz fahren: aber waͤhrend dieſer Zeit zog ſich in Bagdad ein Gewitter zuſammen, welches bald alle ſeine Entwuͤrfe zertruͤmmern ſollte.

Die Genoſſenſchaften der Fakire und Derwiſche hatten ihre Klagen zu den Fuͤßen des Chalyfen ge⸗ bracht; unter den Geiſtlichen dieſes letzten Ordens gab es ſogar Prinzen; ſie hatten von den Ar⸗ men, welche ſich, krank oder auch geſund, in den Krankenhaͤuſern zu Bagdad befanden, eine Bittſchrift unterzeichnen laßen. Die Bedraͤngten hatten ihre Un⸗ terſchrift nicht verweigert; Maͤnner von der hoͤchſten Bedeutung hatten die ihrige hinzugefuͤgt, und alle ſtell⸗ ten nun vor, daß die praͤchtigen Stiftungen des heili⸗ gen Omar⸗il⸗Aſchab zum Unterhalte der großen Mo⸗ ſchee und der Krankenhaͤuſer zu Grunde gingen, wenn ein Koͤnig von Damask ſich eigenmaͤchtig des Rechts anmaßen koͤnnte, uͤber die Einkuͤnfte zu verfuͤgen, wel⸗ che der heilige Chalif dazu beſtimmt haͤtte; daß die Urkunde, wodurch ſie gegruͤndet worden, gegen denje⸗ nigen den Fluch ausſpraͤche, der es wagte, die durch ſie vorgeſchriebene Verwaltung derſelben zu verletzen, indem der Chalif allein das Recht haͤtte, ſich von der