Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damast. 3,

Verwaltung dieſer Stiftungen Rechenſchaft ablegen zu laßen, welche zu Gunſten aller Glaͤubigen auf Erden gemacht worden.

Dieſe Klage allein war vermoͤgend, den Koͤnig Sineb⸗il⸗Murath in große Verlegenheit zu bringen: aber ſie mußte ſein Haupt vollends in die groͤßte Ge⸗ fahr ſetzen, weil einer von ſeinen Verwandten die Toch⸗ ter des Großveſyrs des Chalifen geheiratet hatte, und nun der Neuvermaͤhlte einer Krone bedurfte.

Bis dahin hatte Sineb⸗il⸗Murath nur uͤberwie⸗ ſene Schuldige beſtrafen laßen; er hatte zwar weitere Schritte zur Ungebuͤhr im Sinne, aber noch nicht aus⸗ gefuͤhrt. Er hatte von allem, was er gethan, Rechen⸗ ſchaft abgelegt: aber der Veſyr unterſtuͤtzte nur die gegen ihn eingereichte Bittſchrift und ließ ſeine Recht⸗ fertigung ganz beiſeite. Das Gewitter zog ſich ſo dro⸗ hend zuſammen, daß Sineb⸗il⸗Muraths Untergang faſt unvermeidlich ſchien. Seine Freunde in Bagdad ſetzten ihn davon in Kenntnis: aber wenn er jetzt auch in die Wuͤſte entflohen waͤre, ſo wuͤrden ihn ſeine Feinde, die ihn bewachten, auch dort von allen Seiten umſtellt haben.

Alles war in Damask in Verwirrung; man hetzte das Volk gegen die Juden auf; und dieſe kamen und ſtellten den Schatzmeiſter Samuel deshalb zu Rede:

Wer hat dich zu dieſem Unternehmen bewogen? fragten ſie ihn.