Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 55

vor, welche in der Hauptſtadt vorgingen, und zeigte ihm, welche unermeßlichen Reichthuͤmer er durch die Einrichtung einer neuen Verwaltung erwerben koͤnnte.

Sineb⸗il⸗Murath, Koͤnig von Damask, ließ ſich leicht verfuͤhren und blenden. Er ließ die Betruͤ⸗ ger vorfordern und gebot ihnen, Rechnung abzulegen; ſie thaten es, auf den Grund der laͤngſt vorbereiteten falſchen Belege: er hielt ihnen dagegen andere vor, welche ſehr geſchickte Haͤnde, ohne ihr Wiſſen, ihren

appen entnommen hatten.

Ihre Beſtuͤrzung bei Anblick dieſer Beweisſtuͤcke verrieth ſie; ſie verſtummten. Nun flogen die Koͤpfe, es hagelte Baſtonnaden; in allen Winkeln von Da⸗ mask wurden Reichthuͤmer eingezogen, und Haͤuſer ge⸗ ſchleit. Die Gruͤnde der vollſtreckten Beſtrafungen wurden an allen enaßfbeceen angeſchlagen; die Kran⸗ ken in den Krankenhaͤuſern freuten ſich daruͤber, ſo viel ihre vom Faſten ausgemergelten Leiber es zuließen; und das Volk, dem die Reichen ſtaͤts verhaßt ſind, weidete ſich an allen Demuͤthigungen, denen ſie unterworfen wurden.

Meine Urgroßmutter hatte das Vergnuͤgen, den Nakib, und die Oberhaͤupter der Fakire und Derwiſche mit in dieſen Untergang verwickelt zu ſehen; ſie durch⸗ lief mit ihrem Roſenkranz die Straßen.

Sehet, ſprach ſie zu allen, die ihr begegneten, wie die Rache des Himmels auf die Boſen herab faͤllt,