Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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34 461. Tag.

Vierhundert und ein und ſechzigſter Tag.

3 Nachdem der vorgebliche Rabbin dieſe Rolle dem

Samuel uͤbergeben hatte, umarmte er ihn und ſagte:

Lebe wohl, mein Bruder; meine Heerde zu Sa⸗ phad erwartet mich mit Ungeduld.

Mittheilungen ſolcher Art dem Samuel machen, hieß ſeine Habgier erweitern. Er verſchlang faſt eine Denkſchrift, welche ſo kurz, ſo gut abgefaßt und ſo buͤndig war, daß man ſich nicht weigern konnte, den Gruͤnden, worauf ſie ſich ſtuͤtzte, beizupflichten, wenn die Thatſachen, welche ſie anfuͤhrte, bewieſen waren; und ſie waren es durch die eigenen Unterſchriften der Schuldigen. Welche Reichthuͤmer ſollten nun in den koͤniglichen Schatz fließen, deſſen Verwaltung er hatte! Wie viel Guͤter ſollten eingezogen werden, von wel⸗ chen er ſeinen Theil zu erhalten ſich ſchmeichelte! un⸗ gerechnet, was ihm der Einfluß abwerfen konnte, wel⸗ chen er bei der neuen Verwaltung haben wuͤrde. Er hatte dabei ſelbſt das Vergnuͤgen, ſich an einigen ſei⸗ ner Feinde zu raͤchen. Dem Hebraͤer ſchwindelte der Kopf. Sobald nun der Koͤnig einige Unzufriedenheit uͤber die Beſchraͤnktheit der Huͤlfsquellen ſeines Scha⸗ tzes bezeugte, welche ſich ſeinen großen Entwuͤrfen in den Weg ſtellte, und ihn ſogar noͤthigte, bei ſeinen Belohnungen ſparſam zu ſein, ſo legte Samuel ihm das Gemäͤlde und die Beweiſe der Veruntreuungen