Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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22 458. T a g.

Karavane des naͤchſten Jahres, laßt ſehen, meine theure Heeilige, was ich ſonſt fuͤr euch thun kann.

Mich raͤchen helfen an den Fakiren, den Derwi⸗

ſchen, ihren Oberhaͤuptern und dem Nakib. Soll man euch etwa von all dieſem Volk auf

einmal befreien? Das wuͤrde zu ſehr das Anſehen ei⸗ ner Vertilgung haben; und ich gebiete nicht nach mei⸗ nem Gefallen uͤber die Geißel der Peſt. Jedoch waͤh⸗ net nicht, daß ich die Rache misbillige; ſie iſt noth⸗ wendig fuͤr die Ruhe des Menſchengeſchlechts, und ich will es euch mit zwei Worten beweiſen. 3

Waͤrde nicht, wenn heute jedermann ſeinen Feind umbraͤchte, morgen alles in Frieden auf Erden ſein? und wahrlich, es iſt nichts andres zu wuͤnſchen, als das. Auch gedenke ich nicht, wenn ich es vermag, eurer Feinde zu ſchonen: aber es iſt eine heilſame Lehre, derjenigen zu ſchonen, die nicht gefaͤhrlich ſind; uͤberdieß bedarf ich, um euch einen ſolchen Dienſt zu leiſten, einiger Zeit, bis ich heimkehre. Doch laßt ſe⸗ ben, ob es mir nicht moͤglich iſt, etwas fuͤr euch zu thun, das nur euch ſelber betrifft. Solltet ihr keine Kinder haben?

Leider, Herr, iſt mir nur noch eine Enkelinn uͤbrig.

Wie alt iſt ſie?

Sechzehn Jahre.