Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 21

Aber, antwortete meine Urgroßmutter,wenn das Alter ungefaͤhr gleich iſt, wenn die Gemuͤther uͤber⸗ einſtimmen, wenn man dieſelben Grundſaͤtze hat.

Was wollt ihr mir zu verſtehen geben, ehrwuͤr⸗ dige Frau? Ihr vermehret noch mein Leidweſen. Ach! ohne Zweifel waͤre ich euch ſchon zuvorgekommen; aber vernehmet mein ganzes Ungluͤck: als ich von dem un⸗ ſeligen Zuſtande, in welchem mein Bruder ſich befand, unterrichtet wurde, und die Beſtrafung, welche er ſich zugezogen, ſeiner uͤbermaͤßigen Frauenliebe zuſchrieb, in Anſehung welcher ich mir ſelber Vorwuͤrfe zu ma⸗ chen hatte, da that ich das Geluͤbde, wenn es mir ge⸗ laͤnge, ihn von der Strafe zu befreien, mich niemals wieder zu vermaͤhlen.

Das iſt freilich ſehr ernſthaft, erwiederte meine Urgroßmutter:aber auch hier gibt es Mittel; man wallfahrtet nach Mekka, um ſich von einem ſolchen Geluͤbde entbinden zu laßen, und ohne Bedenken, wenn es darauf ankoͤmmt, eine verſtaͤndige Verbin⸗ dung zu knuͤpfen.

Sehr verſtaͤndig, ohne Zweifel, antwortete der Armenier.

Ich will euch begleiten.

4Sammt eurem Roſenkranz; das iſt nicht zu ver⸗ abſaͤumen: aber ungluͤcklicherweiſe iſt vor einem Jahre nicht daran zu denken; denn eben erſt iſt die diesjaͤh⸗ rige Karavane abgereiſet. Indeſſen, in Erwartung der