Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 19

Pelegenbeſ meines Bruders iſt abgethan, Dank euren eebeten.

Ich will euch nicht verhehlen, fuhr er fort,daß ich, aus Beſorgnis, euch zu große Schwierigkeiten bei dieſem Unternehmen blicken zu laßen, euch Um⸗ ſtaͤnde verſchwiegen habe, welche ſehr ſchmerzlich fuͤr mich waren: denn in drei auf einander folgenden Traͤu⸗ men war mir mein Bruder, mit Ketten belaſtet und von ſchrecklichen Qualen gepeinigt, erſchienen.

Ohne daß ich wußte, welches Mittel ich ergreifen ſollte, ihm Linderung zu verſchaffen, wies eine geheime Stimme mich nach Damask. Ich glaubte, daß ſie mich zu der großen Wallfahrt aufforderte: aber ich 6. habe hier mehr gewonnen, als ich auf jener Reiſe fin⸗ den konnte; und dieſe Nacht iſt mir im deutlichſten Geſichte mein Bruder wieder erſchienen, gekleidet in Linnen von unendlicher Feinheit und glaͤnzender Weiße; euer Roſenkranz bildete einen Heiligenſchein um ſein Haupt, und die Kugeln daran ſtrahlten, wie eben ſo viel Sterne.

Fordert von meiner Erkenntlichkeit, heilige Frau, alles was ihr wollt. Der ganze Nachlaß meines Bru⸗ ders iſt euer: wir preiſen uns gluͤcklich, wenn wir uns dadurch mit dem Himmel abfinden koͤnnen, deſſen Werkzeug ihr ſeid.

Meine Urgroßmuttee hat nachmals ihrer Enkelinn geſtanden, daß ſie bis dahin ſich nicht geſchmeichelt