Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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18 458. Tag.

Benehmen gegen einander vorging, außer in einem einzigen Stuͤcke: weil naͤmlich die Guͤte des Mahles

und die Goldſtuͤcke ſich taͤglich verdoppelten, ſo wankte meine Urgroßmutter, der der Wein etwas in die Bei⸗

ne geſchlagen war, unter der Summe, welche ſie nach Hauſe ſchleppte.

Sie trat wie gewoͤhnlich zu ihrer Enkelinn herein, der ſie ihr gutes Gluͤck und ihre Hoffnungen nicht hatte verbergen koͤnnen:

Sieh, ſprach ſie zu ihr,ob er mich nicht hei⸗ raten wird? nach und nach gibt er mir den Braut⸗ ſchatz, und es wird nicht lange mehr anſtehen, ſo wirſt du den Armenier zum Stiefgroßvater haben.

Ich habe meine Mutter manchmal mit meinem Vater uͤber die Thorheiten lachen gehoͤrt, welche ihre Großmutter dieſen Abend vornahm; was mich jetzt aber wundert, iſt, daß ſie alsdann hinzuſetzten:Und gleichwohl iſt ſie eine Heilige; ganz Damask ſagt es; und ſie hat es wohl bewaͤhrt, ihr Roſenkranz hat. Wunder gethan.

Nach neun Tagen war die Rolle meiner Urgroß⸗ mutter beendigt; es war nun an dem vorgeblichen Ar⸗ menier, die ſeinige zu ſpielen.

Als ſie wieder in dem Chan erſchien, kam er ihr mit erheitertem Antlitz entgegen und ſagte zu ihr:

Kommet, heilige Frau, den Lohn meiner Er⸗ kenntlichkeit zu empfangen; ſetzen wir uns: die An⸗