Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 17

thung, und Iladſch⸗Kadahé wurde nicht mehr geſchol⸗ ten, als er den Wein ſchon um die Mitte des Mah⸗ les aufſetzte.

Man ſagte ſich gegenſeitig verbindliche Reden; und noch beſſer war das Ende davon, als der Arme⸗ nier ſeine Boͤrſe aufthat und acht Goldſtuͤcke, anſtatt der geſtrigen viere, ſpendete. Nach abermaliger Ein⸗ ladung auf morgen, kehrte meine Urgroßmutter faſt ganz verdreht heim.

Aber, ſagte ſie bei ſich ſelber,es iſt nicht anders moͤglich, dieſer Mann muß in mich verliebt ſein. Wenn er mich heiraten wollte. Ei nun, ich wuͤrde ihn heiraten; es geſchaͤhe nicht meinetwe⸗ gen, ſondern um meiner Enkelinn Gutes zu thun.

Als ſie am naͤchſten Tage wieder erſchien, ihr kleines Amt zu verrichten, hatte ſie ihre Kleidung ſorgfaͤltig gewaͤhlt und ihre auffallendſten Runzeln ver⸗ ſteckt. Dem Armenier konnte nicht unbemerkt bleiben, welche Muͤhe man ſich gegeben hatte, ihm zu gefallen; ſeine verbindlichen Reden der Ueberfluß ſeiner Tafel, und ſechzehn Goldſtuͤcke ſchienen von ſeiner Empfin⸗ dung Zeugnis zu geben: aber es entſchluͤpfte ihm nichts von den Antraͤgen, welche man erwartete, end⸗ lich aus ſeinem Munde zu vernehmen.

Fuͤnf Tage vergingen ſo, ohne daß von einer oder der andern Seite die geringſte Veraͤnderung in beider

VIII. 2.