Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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14 457. Ta g. nen,*) um den Glanz derſelben zu erhoͤhen, ſind ab⸗

ſichtlich dahin geſetzt, um die Spuren irgend einer

Krankheit zu bedecken. Alles an ihnen, ſogar ihre Launen ſind berechnet. Es gibt kein Spiel, worin ſie euch nicht betruͤgen. Ich wuͤrde erroͤthen, von ihrem Geſchlechte zu ſein, wenn ich mich nicht fruͤhzeitig be⸗ muͤht haͤtte, alle Fehler deſſelben an mir zu verbeſſern.

Ehrwuͤrdige Frau, ſagte der Kaufmann,ihr gebt mir den hoͤchſten Begriff von eurer Tugend durch die Staͤrke des Eindrucks, welchen die Fehler der An⸗ dern auf euch machen. Ungern trenne ich mich von euch, und nur in der Hoffnung, daß ihr, nachdem ihr dieſen Abend euch mit dem beſchaͤftigt habt, was meinem armen Bruder Noth thut, morgen wieder kommen werdet, um hier euer gutes Werk von neuem vorzunehmen.

Die alte Heilige verließ den Chan, zum Theil ge⸗ troͤſtet uͤber das vom Kadi an ſie ergangene Verbot: Ich lobe mir, ſprach ſie auf dem Heimwege bei ſich ſelber,einen Armeniſchen Kaufmann! Dieſe Leute haben doch noch eine gruͤndliche Religion und wiſſen die Tugend zu ehren, wie es ihr gebuͤhrt.

*) Die Arabiſchen Frauen machen ſich kleine ſchwarze Flecke im Geſicht: unſere taftenen Schönpfläſterchen kamen aus Arabien. 4