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Meine Urgroßmutter konnte eine ſo verbindliche Einladung nicht ausſchlagen, und war bald ſehr zu⸗ frieden, daß ſie dieſelbe angenommen hatte; denn das Mahl war auserleſen.
„So lebe ich gewoͤhnlich,“ ſagte der Armenier; „aber ich habe nicht immer das Gluͤck, deſſen ich mich heute erfreue, mich mit einer ſo erbaulichen Geſellſchaft unterhalten zu koͤnnen. Wenn ich jemand aus dem Chan bei mir zu Tiſche lade, ſo wird nur von Han⸗ delsſachen geredet, und ich geſtehe, daß es mich ſehr gluͤcklich macht, meiner gewoͤhnlichen Beſchaͤftigungen vergeſſen zu koͤnnen. Ich kenne uͤberdieß niemand zu Damask, noch kennet mich jemand hier, und ich ſcheue mich, neue Verbindungen anzuknuͤpfen.“
„Ihr habt Recht, lieber fremder Herr,“ ſagte meine Urgroßmutter;„es wuͤrde euch ſchwer werden, vielleicht unmoͤglich, hier jemand zu finden, der euch angemeſſen waͤre; es ruhet ein Fluch auf dieſer Stadt. Ohne die Gebete einer und der andern frommen Seele, die ich nicht nenne, welche ſich aber Tag und Nacht zum Himmel erheben, wuͤrde Damask laͤngſt durch die feurigen Pfeile des Himmels vertilgt ſein. Es gibt hier keine andre Religion, als die des Goldes, keine andre Gerechtigkeit, als die des Eigennutzes. Der Handel iſt eine faſt offenbare Spitzbuͤberei. Wenn Leute aus Damask in euer Waarenlager kommen, ſo


