Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 11

Verſuchung, die ihn reizt, ſeine Pflichten zu uͤberſchrei⸗ ten: wenn etwa der Vorſtorbene ſolchen Verſuchungen unterlegen hat, ſo wollen wir Vergebung fuͤr ihn er⸗ bitten. Den Tod anlangend, ſo koͤmmt er immer zur beſtimmten Stunde; das Schickſal ſendet ihn, und weder das Schwert des Feindes, noch die Liebe der Frauen vermoͤchten ihn um einen Augenblick zu be⸗ ſchleunigen. d

Goͤttlich, rief der Armeniſche Kaufmann aus: hier ſind die Buͤcher!

Haméné nahm hierauf ihre kleinen Feierlichkeiten vor, warf ſich auf die Knie, oͤffnete den Koran, und ſagte die Gebete laut her. 5

Der Armenier ſchien, waͤhrend ſie ſo beſchaͤftigt war, ganz von Ehrfurcht erfuͤllt und in geiſtliche Be⸗ trachtungen verſunken.

Vierhundert und ſieben und funfzigſter Tag.

Als das Gebet beendigt war, zog er zwei Gold⸗ Kacs aus ſeiner Boͤrſe, gab ſie Haméné, und ſagte zu ihr:

Heilige Frau, eure Geſellſchaft wuͤrde mir in dem Zuſtande, worin mein Herz und mein Geiſt ſich befinden, eine große Troͤſtung ſein: erzeiget mir die Ehre, mit mir zu Mittag zu ſpeiſen.