Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 7

Verbietet, Herr, der alten Haméné, die man nur aus Spott die Heilige nennen kann, ſich mit ſolchen heiligen Werken zu befaſſen; ihr werdet Gott und ſei⸗ nem großen Propheten damit einen Dienſt leiſten, und ein durchaus nothwendiges Werk thun, um die den heiligen Gebraͤuchen ſchuldige Ehrfurcht aufrecht zu erhalten.

Ich glaube jetzo, daß der Nakib, auch wenn man ihn nicht beſtochen haͤtte, eine ſo billige Forderung nicht abweiſen durfte; ſelbſt wenn er die wahren Be⸗ weggruͤnde derſelben durchſchaute. Der Richter be⸗ durfte aber noch ſtaͤrkere Entſcheidungsgruͤnde, ihn zu bewegen, daß er ſich das Misfallen des Volks zuzoͤge, indem er es der oͤffentlichen Gebete der Heiligen be⸗ raubte; das Gewicht des Goldes ſenkte voͤllig die Waage zum Nachtheile Haméné's, und es erging an ſie ein foͤrmliches Verbot, kuͤnftighin die Gebete der Fakire und Derwiſche in den Grabſtaͤtten zu ſtoͤren, unter Androhung der ſtrengſten Zuͤchtigung, wenn ſie ſich auch nur erdreiſtete, dort zu erſcheinen.

Oh! wie ſchlug dieſer Befehl ſie zu Boden! Sie hatte große Luſt, unter das Volk zu treten, um es aufzuwiegeln, daß es gegen den Nakib und deſſen Schuͤtzlinge ſeine Stimme erhuͤbe, und zwar ſo laut, daß der Koͤnig von Damask es hoͤrte, als ſie durch die einladendſte Botſchaft von dieſem Vorhaben ab⸗ wendig gemacht wurde.