Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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deſſen Kugeln ſo groß waren, wie Eier, ſie ausgezeich⸗ net haͤtten. Sie legte bei allen Leichenbegaͤngniſſen Trauer an und folgte denſelben; ſie miſchte ſich unter die An⸗ gehdrigen des Todten, und deren wahrhaftes Leid war nichts in Vergleich mit dem, wovon ſie ſich durchdrun⸗ gen zeigte. Kurz, wenn man die Betruͤbnis einer Frau ſchildern wollte, welche ihren Mann verloren hatte, pflegte man zu ſagen:

Sie weinet eben ſo herzlich, wie die Heilige thun wuͤrde. Eines Tages, als ſie bei dem Leichenbegaͤngnis eines Kadi's, von welchem jedermann ſchlecht ſprach, untroͤſtlich war, ſagte ich zu ihr:

Aber, liebe Urgroßmutter, warum betrüͤbſt du dich ſo ſehr uͤber den Tod eines Mannes, der nicht gut

Eben deshalb, antwortete ſie mir,weil er nicht gut war: wenn ich nur die Menſchen beweinen wollte, welche gut ſind, ſo wuͤrde ich nicht eine Thraͤ⸗ ne zu vergießen haben; denn ſieh, die Maͤnner tau⸗ gen nichts, und die Weiber ſind noch hundertmal ſchlimmer; alles das ſtirbt dahin, wie die Fliegen, und verſinkt in den Unflat, wie die Schweine; der Engel des Todes koͤmmt, rafft ſie weg und fuͤhrt ſie an einen Ort, woraus Mahomed ſie nicht erretten kann: nun ſieh, ob man da nicht weinen muß.